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Bromazepam: Anwendung, Wirkung und Pharmakologie im Überblick

Bromazepam 6mg ist ein bekanntes Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine und wird häufig wegen seiner beruhigenden Wirkung verschrieben. Unter verschiedenen Markennamen wie Lexotan und Lexotanil vermarktet, ist es seit Jahrzehnten ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Angstzuständen. Ob Sie sich über Behandlungsmöglichkeiten informieren oder einfach neugierig sind, wie das Medikament wirkt dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Fakten.

Was ist Bromazepam?

Bromazepam ist ein Benzodiazepin, das hauptsächlich zur Behandlung von Angst- und Panikzuständen eingesetzt wird. Es kann auch als Beruhigungsmittel vor kleineren chirurgischen Eingriffen verwendet werden. Die Tabletten sind in Dosierungen von 1,5 mg, 3 mg und 6 mg erhältlich.

Das Medikament wurde 1961 von Roche patentiert und 1974 für den medizinischen Gebrauch zugelassen. Seitdem ist es ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Angstzuständen.

Medizinische Anwendung

Bromazepam wird typischerweise verschrieben bei:

  • Schweren Angst- und Panikzuständen
  • Kurzfristiger Behandlung von Schlafstörungen (als Hypnotikum)
  • Beruhigung vor Operationen
  • Behandlung von Alkoholentzugssymptomen

Trotz der Entwicklung neuer Alternativen wie Pregabalin sind Benzodiazepine wie Bromazepam weiterhin weit verbreitet und gelten bei Patienten und Ärzten als wirksam.

Wirkungsweise: Pharmakologie

Bromazepam gehört zu den „klassischen“ Benzodiazepinen, zu denen auch Diazepam, Clonazepam, Lorazepam und andere zählen. Die Molekülstruktur besteht aus einem Diazepinring, der mit einem Benzol- und einem Pyridinring verbunden ist.

Es wirkt, indem es an den GABAA-Rezeptor im Gehirn bindet und die hemmende Wirkung des Neurotransmitters GABA verstärkt. Dies führt zu einer beruhigenden Wirkung, die Angst reduziert und Entspannung fördert. Im Gegensatz zu Barbituraten aktivieren Benzodiazepine die GABA-Rezeptoren nicht direkt, sondern verstärken deren natürliche Aktivität.

Bromazepam ist ein mittelwirksames Benzodiazepin mit moderater Fettlöslichkeit. Es wird in der Leber über oxidative Prozesse verstoffwechselt und besitzt keine antidepressive oder antipsychotische Wirkung.

Auswirkungen auf den Körper

  • Magensäure: Die Einnahme vor dem Schlafengehen führt zu einer deutlichen Reduktion der Magensäureproduktion während des Schlafs, gefolgt von einem starken Anstieg am nächsten Tag.
  • Gehirnaktivität: EEG-Aufzeichnungen zeigen eine Zunahme der Beta-Aktivität und eine Abnahme der Alpha-Aktivität, was auf Veränderungen der elektrischen Aktivität im Gehirn hinweist.

Metabolismus und Pharmakokinetik

Bromazepam wird in der Leber durch Enzyme der Cytochrom-P450-Familie verstoffwechselt. Interessanterweise ist CYP3A4 nicht für den Abbau verantwortlich, da dessen Hemmung keinen Einfluss auf die Metabolisierung hat. Stattdessen scheint CYP1A2 eine größere Rolle zu spielen, da dessen Hemmung die Verstoffwechselung von Bromazepam reduziert.

Der Hauptmetabolit ist Hydroxybromazepam, der ebenfalls aktiv ist und eine ähnliche Halbwertszeit wie Bromazepam besitzt.

Fazit

Bromazepam ist nach wie vor ein wertvolles Mittel zur Behandlung von Angstzuständen und verwandten Beschwerden. Es sollte jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden, da es abhängig machen kann und Nebenwirkungen auftreten können. Seine Wirksamkeit und langjährige Anwendung machen es dennoch zu einer verlässlichen Option für viele Patienten.

Wenn Sie Bromazepam in Erwägung ziehen oder mehr über Angstbehandlungen erfahren möchten, sprechen Sie mit einem Arzt, um die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

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